EES und ETIAS: wie sich Europas Grenzen verändert haben

Beschilderung der Passkontrolle an einem europäischen Flughafen

Seit dem 10. April 2026 ist das Einreise-/Ausreisesystem (EES) an den Außengrenzen des Schengen-Raums vollständig in Betrieb. Wer keinen EU-Pass besitzt, erlebt den Grenzübertritt nicht mehr so wie früher.

Was das EES ist und für wen es gilt

Das EES ist eine europäische Datenbank, die Grenzübertritte von Staatsangehörigen aus Ländern außerhalb der EU und des Schengen-Raums erfasst, bei Kurzaufenthalten von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen. Ob Visumpflicht besteht oder nicht, spielt für die Erfassung keine Rolle.

Staatsangehörige der EU und des Schengen-Raums sind ausgenommen. Das System wurde ab dem 12. Oktober 2025 schrittweise eingeführt und war im April 2026 vollständig einsatzbereit.

Welche Daten erfasst werden

Der Stempel im Pass entfällt, die Kontrolle läuft elektronisch. 29 Länder betreiben das System: alle EU-Mitgliedstaaten außer Zypern und Irland, dazu Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Und wann kommt ETIAS?

ETIAS ist eine Reisegenehmigung, kein Visum, vergleichbar mit dem amerikanischen ESTA. Erwartet wird es im letzten Quartal 2026, es kostet 20 Euro und betrifft Staatsangehörige aus 59 visumbefreiten Ländern. Die Bearbeitung kann bis zu 96 Stunden dauern.

Beantragen lässt es sich noch nicht, und ein genaues Datum steht nicht fest. Seien Sie misstrauisch gegenüber Websites, die heute schon Geld dafür verlangen.

Was das in der Praxis bedeutet

Die erste biometrische Erfassung dauert deutlich länger als ein Stempel, und in den Monaten nach dem Start bildeten sich an mehreren Flughäfen lange Warteschlangen. Wenn Ihr Flug von einem Schengen-Flughafen abgeht oder dort landet, planen Sie zusätzliche Zeit ein, vor allem in der Hochsaison oder bei knappen Umsteigezeiten.

Im August 2026 anhand offizieller Quellen geprüft. Die ETIAS-Termine können sich ändern: Prüfen Sie vor der Reise stets die offizielle Website der Europäischen Union.